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Rechtspolitisches Debattieren

Durch ein Planspiel, nämlich ein Debattierformat, werden die Teilnehmer die Perspektive des Gesetzgebers einnehmen und über fiktive Gesetzesvorhaben debattieren. Während es im Studium hauptsächlich darum geht, ein fertiges Gesetz auf einen Sachverhalt anzuwenden, werden wir andersrum denken: Ist zur Regelung bestimmter Sachverhalte ein künftiges Gesetz überhaupt "sinnvoll"? Welche Interessen werden dadurch berührt, welche Argumente lassen sich dafür und dagegen entwickeln? Welche juristischen Probleme sind zu erwarten? Dieser Perspektivwechsel ermöglicht es uns, ein Verständnis für Rechtspolitik zu gewinnen bzw. es zu vertiefen, was gleichsam das Bewusstsein für juristische Methodik schärft. Im Vordergrund steht also das Entwickeln und kritische Prüfen von Argumenten.

Das Debattieren bietet zudem die Möglichkeit, die rhetorischen Fähigkeiten zu schulen. Maßgeblich ist zwar stets die Qualität des Arguments, mithin die Kreativität, ein gutes Argument zu entwickeln; aber ohne die korrespondierende Fähigkeit, dieses Argument anderen wirksam zu vermitteln, wird es ggf. nicht hinreichend gewürdigt und unterliegt womöglich schwächeren Argumenten.